Zweite Denkfabrik der Jugend – Suche nach tragfähigen Wegen
Eichstätt/Gaimersheim. (pde) – Bei der zweiten „Denkfabrik der Jugend“ in Gaimersheim haben sich rund 25 Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Fachbereichs Jugend intensiv über die Zukunft der Jugendpastoral und der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Eichstätt ausgetauscht. Ziel war es, die bisherigen Überlegungen zur künftigen Struktur der Jugendarbeit weiterzuentwickeln und einen gemeinsamen Weg für die kommenden Jahre zu finden.
Im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses des Fachbereichs Jugend ist das Angebot der Denkfabrik ein Ort, bei dem in Dialog und Diskussion Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit haben, sich mit zukunftsfähigen Konzepten auseinanderzusetzen. Im Februar hatte die Diözese angekündigt, die Jugendstellen schrittweise zu schließen. Daraufhin hatten Vertreterinnen und Vertreter des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und des Fachbereichs Jugend Gespräche aufgenommen.
Im Mittelpunkt des Treffens stand der offene Dialog: Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo noch unterschiedliche Sichtweisen – und wie lässt sich eine Lösung gestalten, mit der alle Beteiligten leben können? „Wir sind nicht in allen Punkten einer Meinung, aber sehr motiviert, eine tragbare Lösung zu finden“, hieß es in der Versammlung. Von Seiten der Jugendlichen war spürbar, dass Bewegung in den Prozess gekommen ist. „Heute war der erste richtig konstruktive Termin, bei dem man merkt, es geht etwas vorwärts“, so eine Teilnehmerin.
Sarah Hairbucher, Leiterin des Fachbereichs Jugend, betonte: „Beim gemeinsamen Arbeiten in der Denkfabrik habe ich eine ehrliche und konstruktive Diskussion erlebt. Die Jugendlichen benennen klar, was Ihnen in der Jugendarbeit wichtig ist und was aus ihrer Sicht nicht fehlen darf, im Wissen darum, dass eine Umstrukturierung erfolgen muss – und das ist ein wichtiger Schritt.“ Gleichzeitig sei klar, dass es Zeit brauche, um Vertrauen aufzubauen und Sicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen. „Jede und jeder muss einen Beitrag leisten, damit Jugendarbeit im Bistum auch künftig lebendig bleibt“, so Hairbucher."
Auch von Seiten der Jugendverbände wurde der Austausch positiv bewertet. Tim Seidler vom BDKJ-Diözesanvorstand betonte: „Wir alle sind unterwegs – die Frage ist, wo wir uns treffen. Uns ist wichtig, dass tragfähige Strukturen entstehen, die die Arbeit vor Ort wirklich ermöglichen.“
Die Ergebnisse und konkreten Vereinbarungen aus dem gemeinsamen Prozess sollen bis Ende des Jahres vorgestellt werden. Diözese und Jugendverbände betonen, dass sie an einem tragfähigen Kompromiss interessiert sind, der die Jugendarbeit im Bistum langfristig sichert und zugleich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt.


